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Die richtige Kleiderwahl ist kein Hauptproblem unserer Schulen

Mit Verwunderung hat die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) die Empfehlung des Bundeselternrates zur Einfhrung einer einheitlichen Schulkleidung zur Kenntnis genommen

Bonn/Berlin. (ked) „Unsere Schulen haben viel drngendere Probleme als eine Kleiderordnung. Wir sind der festen berzeugung, dass einheitliche Kleidervorschriften fr Schlerinnen und Schler keinen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Bildung und Respekt in unseren Schulen zu frdern“, sagt Marie-Theres Kastner. Die Bundesvorsitzende der KED reagiert damit auf Presseberichte ber die Empfehlung einer einheitlichen Schulkleidung durch den Bundeselternrat.
Das Bildungssystem in Deutschland solle sich vielmehr darauf konzentrieren, Werte wie Toleranz, Respekt und gegenseitige Akzeptanz zu vermitteln – unabhngig von der Kleiderwahl eines Einzelnen, fordert Kastner. Der Vorschlag, Schlerinnen und Schler nach Hause zu schicken, basierend auf ihrer Kleiderwahl, steht diesen Werten entgegen und birgt die Gefahr, dass Schler diskriminiert werden. „Arme und armutsgefhrdete Familien haben schon genug Sorgen, einheitliche Kleidervorschriften wrden hier zu erheblichen Mehrbelastungen fhren“, sagt Kastner. „Fr uns ist das christliche Menschenbild die Grundlage eines guten Schulsystems. Dabei muss die erste Prmisse sein: Kein Kind darf verloren gehen.“
Die Situation in Frankreich, wo die Debatte ursprnglich aufkam, sei zudem nicht direkt vergleichbar mit der in Deutschland. Daher solle man sich davor hten, voreilige Schlsse zu ziehen oder den franzsischen Ansatz ohne Weiteres zu bernehmen. An der Stelle wre ein Dialog zwischen allen Beteiligten sicher eine zuvrderst anzustrebende Manahme, so Kastner.
Fr Rckfragen stehen wir Ihnen wie gewohnt unter presse@katholische-elternschaft.de und 0821/99970122 zur Verfgung.

ber die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED): Die KED ist eine bundesweite Organisation, und vertritt die Interessen von Eltern, die Kinder im Vorschul-, Schul- und Ausbildungsalter haben und den Glaubensberzeugungen der Katholischen Kirche nahestehen. Als Katholischer Elternverband orientiert die KED ihre Arbeit am christlichen Menschenbild und dem damit verbundenen Wertehorizont. Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes. Seine Wrde ist unantastbar. Eltern wollen, dass ihre Kinder zu lebensbejahenden, solidarischen und lebenstchtigen Menschen heranwachsen. Sie sollen bereit und fhig werden, die Gesellschaft zum Wohle aller aktiv mitzugestalten. Alle Sinne des jungen Menschen sind in Erziehung und Bildung anzusprechen und weiterzuentwickeln. Dabei gilt: "Kein Kind darf verloren gehen.“