Symposium zur frühkindlichen Bildung „BILDUNG VON ANFANG AN“

von Sylvia Wawrzinek
Am 17. Januar fand eine Fachtagung zur frühkindlichen Bildung als Kooperationsveranstaltung von FdK, KED und KEG statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Praxis und Verbänden kamen zusammen, um Perspektiven auszutauschen, Herausforderungen zu benennen und gemeinsame Forderungen zu formulieren.
Einen politischen Auftakt bildete ein Videogrußwort von Bildungsministerin Karin Prien, die betonte: „Bildung fängt nicht erst mit Schule an.“ Frühkindliche Bildung sei entscheidend für die Entwicklung von Kindern und müsse entsprechend gestärkt werden.
Im Anschluss folgten Perspektiven aus der Praxis. Die Grundschulleiterin Maria Lembeck richtete den Blick auf den Übergang von der Kita in die Schule und stellte die Frage: „Was bringen Kinder mit, wenn sie eingeschult werden?“ Ihr Beitrag wurde von Monika Korthaus stellvertretend vorgetragen und machte deutlich, wie wichtig eine gute Verzahnung der Bildungsorte für gelingende Bildungsprozesse ist.
Einen weiteren fachlichen Akzent setzte Xenia Roth, Leiterin des Referats Kindertagesbetreuung im Bildungsministerium Rheinland-Pfalz. In ihrem Vortrag beleuchtete sie den Beitrag der Kindertagesbetreuung zur Chancengerechtigkeit und machte deutlich, welche Rolle Kitas als Bildungs- und Lebensorte für Kinder und Familien spielen.
Es folgten zwei fachpolitische Impulse:
Ulrich Hoffmann, Präsident des Familienbundes der Katholiken, ging der Frage nach, welche Unterstützung Familien benötigen, damit Bildung gelingen kann. Gerlinde Kohl, Bundesvorsitzende der KEG, machte deutlich, dass Kindertagesstätten gute Rahmenbedingungen brauchen, um dauerhaft eine hohe Bildungsqualität sicherzustellen.
Nach einer Pause arbeiteten die Teilnehmenden in Workshops weiter. In einer ersten Runde standen Wahrnehmungen aus Familien, Kindertagesstätten und Schulen im Mittelpunkt – mit Blick auf Herausforderungen, bestehende Projekte und Zukunftsperspektiven. Die zweite Runde vertiefte Fragestellungen zu gesellschaftlichen und sozialpolitischen, pädagogischen und fachpolitischen sowie zu Aspekten von Vertretung und Selbstvertretung.
Die Ergebnisse der Workshops wurden anschließend zusammengeführt, diskutiert und in gemeinsame Formulierungen und Forderungen überführt. Die Fachtagung machte deutlich, wie wichtig der Dialog zwischen Eltern, pädagogischer Praxis, Politik und Verbänden ist – und setzte ein starkes Zeichen für eine gemeinsam verantwortete frühkindliche Bildung.