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Beirat empfiehlt Drittelparität

Der Schulbeirat mit Generalvikar Alfons HardtEine paritätische Besetzung der Schulkonferenzen mit Lehrern, Schülern und Eltern dient dem im Leitbild für katholische Schulen im Erzbistum Paderborn formulierten Ziel der Erziehungspartnerschaft – dieses Fazit hat der „Schulbeirat des Erzbistums Paderborn" in seiner jüngsten Sitzung Mitte Dezember zur Frage der Drittelparität in Schulkonferenzen an Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn gezogen. Einmütig hat das Gremium Generalvikar Alfons Hardt diesen Wunsch als Empfehlung für Erzbischof Hans-Josef Becker auf den Weg gegeben.

Die Drittelparität brennt den Eltern schon seit längerem unter den Nägeln. Schon Anfang 2011 hatte die AG der Schulpflegschaften das Thema gegenüber Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, angesprochen. Ebenso wie der KED-Diözesanvorstand hatten die Eltern sich eine Abkehr von der derzeitigen im Schulgesetz des Bistums festgelegten Regel gewünscht, dass Eltern und Schüler gleich viel Stimmen haben wie die Lehrervertreter. Zünglein an der Waage würde bei einer Pattsituation der Schulleiter sein. Monsignore Göbel hatte angekündigt, dass dieses ein Thema sei, das im damals noch zu gründenden Schulbeirat diskutiert werden könne.

Der Erbischof hatte den Beirat zur weiteren Umsetzung des „Leitbildes für katholische Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn" im vergangenen ins Leben gerufen. Er formuliert Anregungen zur Weiterentwicklung der Schulentwicklungsplanung der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums. Die Mitglieder sind aus allen am Schulleben Beteiligten berufen. Für die Eltern sind Jutta Deventer von der St. Walburga Realschule in Meschede und Frank Spiegel von den Schulen der Brede in Brakel, Sprecher der AG der Schulpflegschaften katholischer Schulen im Erzbistum Paderborn und Mitglied des KED-Diözesanvorstandes, berufene Mitglieder.

„Ich freue mich sehr, dass dieses nun geschehen ist, noch mehr freue ich mich über das Ergebnis der Beratung", sagte Frank Spiegel, der in der jüngsten Beiratssitzung deutlich für die Drittelparität Position bezogen hat. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Leitbildes, das die Einbeziehung aller am Schulleben Beteiligter bei Entscheidungen vorsehe, sei eine Drittelparität in der Schulkonferenz die logische Konsequenz, hatte er argumentiert.

Bindend ist sie Empfehlung des Beirates nicht. Die letzte Entscheidung trifft Erzbischof Hans-Josef Becker. „Die Einmütigkeit im Beirat, der Inhalt des Leitbildes und der Geist gegenseitigen Respekts bei dessen Entstehung stimmen mich auch mit Blick auf die Drittelparität hoffnungsfroh", erklärte Frank Spiegel.